Project Gutenberg's Die Dinge, die unendlich uns umkreisen, by Eugen Roth

This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most
other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
whatsoever.  You may copy it, give it away or re-use it under the terms of
the Project Gutenberg License included with this eBook or online at
www.gutenberg.org.  If you are not located in the United States, you'll have
to check the laws of the country where you are located before using this ebook.

Title: Die Dinge, die unendlich uns umkreisen

Author: Eugen Roth

Release Date: September 18, 2014 [EBook #46890]

Language: German

Character set encoding: ISO-8859-1

*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE DINGE, DIE UNENDLICH UNS ***




Produced by Jens Sadowski





                              EUGEN ROTH




                              DIE DINGE
                            DIE UNENDLICH
                            UNS UMKREISEN


                               LEIPZIG
                          KURT WOLFF VERLAG

                   BCHEREI DER JNGSTE TAG BAND 53
               GEDRUCKT BEI DIETSCH & BRCKNER  WEIMAR




INHALT


   DER WEG
   Die Fahrt                                      7
   Die Verwehten                                  8
   Heimweg                                        9
   Die Stadt                                     10
   Die Brcke                                    11
   Vorfrhling im Arbeiterviertel                12
   Nebliger Abend                                13
   In diesen Nchten                             14
   Heimgang im Frhlingsmorgen                   15
   Stadt ohne Dich                               16
   Nchtlicher Weg                               17
   DER KRANZ
   Stanzen
   Du wirst mich immer rauschender durchtnen    18
   Schon sind wir tiefer in uns selbst gemndet  19
   Und es ist oft schon ein Hinberneigen        20
   Da ich mich schon wie ein Gewlke ballte      21
   Die Demut lie mich nicht mehr hher ragen    22
   Die Dinge, die unendlich uns umkreisen        23
   Die Glhenden                                 24
   Frau am Fenster                               25
   Nchtliche Zwiesprache                        26
   Abend                                         27
   Die Welle                                     28
   DER BAU
   Gotischer Dom
   Am Morgen                                     29
   Am Mittag                                     30
   Am Abend                                      31
   Regnerischer Herbsttag                        32
   Der Turm                                      33
   Romanische Pforte                             34
   Der steinerne Heilige spricht                 35
   Das Licht                                     36
   Der Bau                                       37
   Nachtwache                                    38
   Der Anfang                                    39
   Verbrderung                                  40
   Stimmen der Menschen
   Gesang der Jnglinge                          41
   Gesang der Frauen                             42




DIE FAHRT


   Tagsber war Musik an allen Borden
   Und muntere Schiffe gaben Dir Geleit.
   Der Strom war schwer von rauschenden Akkorden;
   Doch ist es seitdem lange still geworden
   Und keinen findest Du zur Fahrt bereit.

   Sie gehn und scheiden; da ist kein Getreuer.
   Der Abend tnt, und einsam gleitest Du,
   Die mden Hnde hoffnungslos am Steuer,
   Vorbei dem letzten Turm und seinem Feuer,
   Des Meeres unermessnen Strmen zu.




DIE VERWEHTEN


   Dies sind Tage, die uns langsam tten.
   Stunde geht um Stunde und zerbricht,
   Und kein neuer Tag bringt neue Sicht,
   Keines Morgens Antlitz will sich rten,
   Und wir finden uns're Wege nicht.

   Keiner Zukunft Winken kann uns trsten,
   Unentrinnbar in den Tag gedrngt,
   Der mit Schmerz und Freude so behngt,
   Da wir nie uns aus den Schleiern lsten,
   Gehen wir, in fremde Spur gezwngt.

   Wir beginnen schwer auf uns zu lasten,
   Fhlen mitten in der Jahre Flucht
   Jedes fallen, jh, in dumpfer Wucht,
   Wie wenn Winde in die Bume faten,
   Und es strzte ungereifte Frucht.

   Kaum, da Abende uns so verschnen
   Voll von Freundschaft und von Glanz der Frau'n,
   Da wir uns zu reiner Tiefe stau'n,
   Da wir wachsend in die Leere tnen
   Und die toten Stunden von uns tau'n.

   Wenn wir in dem Meer der Nacht zerflieen,
   Wird uns nur ein Traum von Glck zuteil.
   Nacht ist Bogensehne nur, um steil
   Uns in einen neuen Tag zu schieen
   Und wir sind nur Spur und irrer Pfeil.

   Nutzlos hingegossen in die Jahre
   Ganz entwachsen mtterlichem Scho
   Reien wir vom letzten Ufer los --
   Schtteln Sehnsucht leise aus dem Haare,
   Stehen auf der Erde, fremd und gro.




HEIMWEG


   O Einsamkeit des abendlichen Nachhausegehens!
   Die Scherben des zerbrochenen Tages
   Klirren bei jedem Schritt, und Schmerz fllt
   Weh aus Dir, wie Laub aus herbstlichen Bumen.

   Freundeswort sehnst Du und zrtliche Liebe der Frauen,
   Weit, da viele sind, die Dich trsten wollen,
   Aber Du weinst und willst nicht getrstet sein,
   Gehst, bis rauschend die Nacht ber Dich niederfllt

   Und Schmerz und Nacht, ein tnendes Meer,
   Weit Dich hinaus in Unendlichkeit wiegen.




DIE STADT


   Wind blies die letzten Lichter aus der Stadt;
   Doch ist der Nebel wei vom Mond durchtruft,
   Im Straenwirrsal, das im Dunst verluft,
   Hngen die Huser, traumzerqult und matt.

   Nur meine Strae strmt erhaben breit
   Und ist ein Teppich zu dem steinern' Tor:
   Das ragt unendlich in die Nacht empor,
   Der hohe Bogen ist fr mich bereit.

   Palste stehen, wie Besiegte stumm,
   Erstarrt in Wrde, die sie nicht verlie.
   Und nur der Dom, der in den Himmel stie,
   Nahm einen Mantel wie von Demut um.

   Kaum da am Tor sich meine Schritte stau'n.
   Mein Gang wird hart, und ehern tret' ich ein:
   Und diese groe Stadt ist mein, ist mein
   Mit Haus und Turm, mit Schtzen, Schlaf und Frau'n.




DIE BRCKE


   Sie steigt mit frostig eingekrmmtem Rcken
   Und mit gestelzten Beinen in den Flu,
   Mimutig, da sie sich nur immer bcken
   Und dies Gewhl von Leuten tragen mu.

   Erst wenn die Nacht mit ihren dunklen Netzen
   Die Menschen in die dunklen Huser fngt,
   Da sie sich nicht mehr durch die Straen hetzen:
   Dann steht die Brcke leicht und froh zersprengt.

   Ein einsam Schreitender kommt noch gegangen,
   Schaut in den Flu, oder ein Liebespaar,
   Die hlt wie eine Mutter sie umfangen
   Und wiegt sie auf den Wassern wunderbar,

   Da sie wie Trumende hinberschreiten.
   Die Brcke tnt wie eine Melodie,
   Indes die kleinen Wellen schluchzend gleiten
   Und leis und zrtlich um ihr wundes Knie.




VORFRHLING IM ARBEITERVIERTEL


   Frauen
   Kommen leise an die Fenster,
   Wenn beglnzter
   Aus dem Blauen
   Weie Wolkenlmmer schauen.
   Fhlen lang verdorrte Sehnsucht tauen,
   Lcheln wieder, wie ganz junge Frauen,
   Sinken dann verlschend in das Haus.

   Aus der Tiefe des verzweigten Bau's
   Strmen Kinder, die sich lrmend stauen.
   Mdchen suchen im verwaschenen Gras
   Erste Blumen. In die kahlen Bume
   Hngen sie die zarten Frhlingstrume.
   Knaben suchen Wolken zu erfassen. --

   Sonne ist noch kalt und dnn wie Glas.
   Und die grauen
   Huser strecken nach den blassen
   Kindern schon die welken Hnde aus.




NEBLIGER ABEND


   Im Nebel schwimmt die lange Straenzeile.
   Unruhig schwankt ihr Ende, losgerissen --
   Nur ein paar Lichter weisen in den Raum.

   Dein Blick steigt auf bis zu den letzten steilen
   Turmspitzen, die so hoch sind, da sie kaum
   Um unser Tasten in den Tiefen wissen.

   Doch, wie die Abendglocken niederklingen,
   Kommt Dir in all der Starrheit dunkler Glaube
   Der Dich unnennbar s als Traum durchbebt.

   Die Lampe hoch im Dunst scheint Gottes Taube,
   Die auf Dein Haupt verheiend niederschwebt
   Und tiefste Weihe will ins Knie Dich zwingen.




IN DIESEN NCHTEN . . .


   In diesen Nchten wohnt ein Ungeheuer,
   Das frit die Sterne, die wir pflcken wollten,
   Schwelt in die Himmel seines Atems Feuer,
   Verpestet Luft der sen Abenteuer,
   Die eben uns mit Lust erfllen sollten.

   Aufzischen Lichter und verlschen jhe,
   Und Nebel tropft wie Gift auf jeden Pfad,
   Da keiner mehr des andern Drngen she,
   Nicht sprte mehr den Hauch der lstigen Nhe,
   Die Stimm' nicht fnde, die im Dunkel bat.

   Die Menschen gehen fremd durch tiefe Gassen,
   Gestrzt in Schluchten weher Einsamkeit;
   Sie fhlen ihre Hnde ganz verlassen,
   Keiner ist nahe, um sie anzufassen,
   Und keine Tre ist fr sie bereit.

   Nur wenige, die sich in heien Betten
   In Lust gepaart, zu engem Schlaf gesellen,
   Da ihrer Leiber Rausch die Nacht zerglhe,
   Vermgen vor dem Dunkel sich zu retten.
   Sie aber werden feindlich aufstehn und zerschellen
   Im sthlern Glanz der ersten reinen Frhe.




HEIMGANG IM FRHLINGSMORGEN


   Wie war vom hundertfachen Gange
   Der Weg uns wie im Traum vertraut.
   Die Grten wurden vom Gesange
   Der ersten Amseln tnend laut.

   Der Morgen stand schon an der Schwelle,
   Wir schritten selig bis zum Tor;
   Da stie er brandend seine Helle
   In alle Himmel steil empor.

   Die Trme fingen an zu blhen,
   Licht brauste in der Straen Schacht,
   In alle Wolken stieg ein Glhen,
   Aus allen Fenstern fiel die Nacht.

   Wir standen, nah wie nie verbndet,
   Und mit dem Tag wuchs Dein Gesicht,
   In solcher Stunde Glanz gemndet,
   Umglitzert und umklirrt von Licht.

   Die ganze Stadt begann zu tnen,
   Die Straen wiesen weit hinaus,
   Die Bume wollten sich bekrnen --
   Und wie ein Tempel stand Dein Haus.




STADT OHNE DICH


   Alle Straen fallen md zusammen,
   Seit Dein Leuchten sie nicht mehr zerteilt;
   Keine Sonne kann sie mehr entflammen,
   Wie sie auch sich in die Schluchten keilt.

   Alle Huser haben tote Blicke,
   Seit Dein Glanz sie nicht mehr berschwemmt,
   Traurigkeit unendlicher Geschicke
   Fllt aus allen Fenstern starr und fremd.

   Menschen rinnen zh durch Einsamkeiten,
   Tausendfach im Boden dumpf verklebt;
   Keiner, dem sich so die Augen weiten,
   Da er sie verzckt zum Lichte hebt.

   Durch die Straen wehn viel hundert Frauen,
   Aber keine, Liebste, ist wie Du.
   Abendwolken, die ins Dunkel schauen,
   Fallen md wie meine Augen zu.




NCHTLICHER WEG


   Von Nebeln ist die Stadt verstopft,
   Der Schritt, der sich an Husern bricht,
   Durch regenmde Straen klopft.
   Aus windbewegten Lampen tropft
   Auf unsern Weg ein dnnes Licht.

   In breiten Lachen liegt es dort,
   Zerrinnt am wssrigen Asphalt,
   Wir aber gehen immer fort.
   Du bist drei Schritte von mir fort,
   In Nacht ertrunkene Gestalt.

   Ich ahne, was Dein Mund jetzt spricht.
   Vielleicht ein liebes Wort zu mir.
   Ich bin wie Stein und hr' es nicht,
   Ich bin wie Glas und fhl' es nicht
   Und finde keinen Weg zu Dir

   Und ist nur dreien Schritte weit.
   Ich schreite starr, ich schreite stumm,
   Ich wei durch alle Einsamkeit,
   Ich geb' Dir durch die Nacht Geleit
   Und wei doch nicht warum.

   Fhlst Du denn nicht, wie tief und bang
   Mein Herz nach Deinem Herzen sucht?
   Dies ist der letzte, schwerste Gang.
   Der Weg ist nur drei Schritte lang:
   Doch ohne Ende ist die Flucht . . .






   Du wirst mich immer rauschender durchtnen,
   Bis deinem Sang die letzte Sehnsucht schweigt.
   Du wirst die mden Nchte mir verschnen,
   Silberner Mond, dem dunklen Teich geneigt.
   Du wirst ein Baum mich kahlen Felsen krnen
   Voll lichter Wunder, tausendfach verzweigt:
   O dunkles Wasser ich und starrer Stein!
   Was frommt mir Glanz? Brich ein in mich, brich ein!






   Schon sind wir tiefer in uns selbst gemndet,
   Voll sen Staunens schlieen wir uns ein.
   So unzertrennlich sind wir uns verbndet,
   Da jeder Schale ist und jeder Wein.
   Wie sich der bunte Kranz von Tagen rndet,
   Als mte ewig um uns Sonne sein.
   Sind wir nicht selber Licht, verzckt gestellt
   Mitten ins Dunkel dieser fremden Welt?






   Und es ist oft schon ein Hinberneigen
   Und eine drngend se Trunkenheit,
   Als rhrte Wind in fruchtbeschwerten Zweigen
   Im tiefen Wissen ihrer reifen Zeit.
   Wir fhlen unseres Blutes Sfte steigen
   Und wie des Lebens heie Inbrunst schreit!
   O Bume nur, darin die Winde wehen:
   Reif fllt die Frucht, wir bleiben dorrend stehen.






   Da ich mich schon wie ein Gewlke ballte,
   Hast Du wie Frhlingswind mich sanft zerstreut.
   Wie bot ich Deinem Hauch die letzte Falte,
   Wie hast Du mich durchdrungen und erneut.
   Und seliger Ton wardst Du, der mich durchhallte
   Wie fern von Turm zu Trmen ein Gelut.
   Befreiter Abend war ich hingegossen
   Durch den wie Vgel licht die Trume schossen.






   Die Demut lie mich nicht mehr hher ragen.
   Vor soviel Reinheit ward ich zum Gebet.
   Die alten Gtzen habe ich zerschlagen,
   Ich bin Altar, darauf Dein Bildnis steht.
   Doch bin ich fast zu bange, Dich zu tragen,
   Ein armer Mensch nur, der im Dunkeln geht:
   Da fllt ein Strahl von Deinem Angesichte
   Und ich bin gro und schreite frei im Lichte.






   Die Dinge, die unendlich uns umkreisen,
   Sie scheinen alle pltzlich still zu stehen.
   Da ist Musik von Tritten, wunderleisen,
   Du winkst mir, wie im Traum, zu dir zu gehen.
   Da stehst Du, einen Weg hinauszuweisen
   Und Deine Hnde leuchten vor Geschehen:
   Nun seh ich's auch: Gesprengt das Tor der Zeit
   Und lichte Brcken hngen himmelweit.




DIE GLHENDEN


   Sie sind s von Sehnsucht berfallen,
   Und ein Zittern geht durch ihren Scho.
   Kleider sind wie Zunder: Sie steh'n blo
   In entflammter Nacktheit steil vor allen.

   Und sie spren Lust in allen Worten,
   Wind rhrt sie wie Hand und Lippe an.
   Allem Drngen sind sie aufgetan,
   Wie nur leise angelehnte Pforten.

   Und sie sind durchwhlt von heien Kssen,
   Hingestrzt in trunk'ner Trume Schacht,
   Wie ein Gott sinkt in sie ein die Nacht,
   Da sie sich im Bett verklammern mssen.




FRAU AM FENSTER


   Um dein Gesicht
   Ist noch Gefunkel.
   Da strmt, des Tages letzte Spende,
   Berauscht das Licht.
   Doch Deine Hnde
   Tauchen verlschend schon ins Dunkel.

   Und dies bist Du:
   Dies, was mich qult:
   Dein lichtes Haupt zu sehen
   Die Augen zu
   In Glanz gesthlt
   Nicht Hnde, die wie Brcken gehen.

   Wer darf Dir nahen?
   Die Augen blinden,
   Die je Dich sahen.
   Den Weg kann keiner finden.
   O neige tief zum Schatten dein Gesicht,
   Die Hnde tauche segnend in das Licht.




NCHTLICHE ZWIESPRACHE


   Deine Seele gleitet bla von ferne . . .
   Hrst Du nicht mein Rufen durch die Sterne?

   Wohl. Ich habe Dich vernommen, Rufer;
   Wir Entgleitenden sind ohne Ufer.

   Nacht fr Nacht, von weher Glut entzndet,
   Rage ich, da einer in mich mndet.

   Wir sind khl und Ihr habt heie Herzen:
   Wir sind Wind und lschen Eure Kerzen!

   Mich verzehrend mu ich so verbleichen.
   Lsche mich, statt in die Nacht zu weichen!

   Wir verlernten, ruhelos vertrieben,
   Meidend Hassen und umschlieend Lieben.

   Was man sehnt, will ferne sich entrcken.
   Was man hlt, vermag nicht zu beglcken.

   Was beglckt, oh, wer vermag's zu halten?
   Wer noch sehnt, mu lernen zu erkalten.




ABEND


   Abendliche Seele, von der Last
   Unbarmherzigen Tagewerks entbunden,
   Hlt unendlich Rast.

   Tausend Wege durch das Dunkel weisen,
   Tausend Sterne in den Himmeln kreisen

   Doch sie hat mit sicheren und leisen
   Schritten tiefer in sich selbst gefunden,

   Hlt den Kranz der unberhrten Stunden
   Selig lchelnd wie im Traum umfat . . .




DIE WELLE


   Und wir sind nur der krause Kamm der Welle,
   Zu unerhrtem Wollen aufgesteilt,
   Und tausendfach zerflieend und zerteilt,
   Aufdrngend in des Tages blaue Helle,
   Bald bereilend und bald bereilt.

   Doch wie wir wachsend uns zum Lichte heben,
   Fliet schon die dunkle Woge, schwer und breit,
   Und bersplt uns, rascher Schwall der Zeit,
   Dem neue Wasser rauschender entschweben:
   Und wir sind Tiefe und Vergangenheit.




GOTISCHER DOM




AM MORGEN


   Zerstubt in Sonne wirft der Dom
   Die steinern' Arme aufwrts wie Raketen.
   Mit allen Glocken fngt er an zu beten
   Und mit der Inbrunst seiner steilen Trme
   Greift er hinauf, da er den Gott bestrme.

   Tief unten in den Bau die Menschen treten,
   Und wachsen brandend an, ein dunkler Strom.

   Die Hallen reien auf von Orgelchren:
   Gott mu uns hren!
   Gesang von tausend Stimmen schreit.

   Und er steigt nieder bis zur steinern' Schwelle,
   Und schleudert wie ein Zeichen seine Helle
   Hin durch der Fenster bunte Dunkelheit.

   Und luft durch alle, eine heilige Welle,
   Und reit sie strmend in Unendlichkeit.




AM MITTAG


   Nun, da der Gott, den er herabgefleht,
   Den er vom Himmel ri in reiner Frhe,
   Entfremdet auf der trgen Erde steht
   Und mde lchelnd durch die Gassen geht,
   Verdrngt von jedem Brger ohne Mhe:

   Wei nur der Dom um seine Majestt.

   Der Stein ist mittagsgrell, als ob er glhe,
   Und welk und schal, als eine zhe Wolke
   Des Morgens Weihrauch durch den Chor hinweht:

   Khl blieb der Hauch, der durch die Hallen geht.

   Und Gott tritt ein, froh, da er einsam steht
   Und da er sich gerettet vor dem Volke.




AM ABEND


   Die Huser unten sind in Nacht gefallen.
   Die Lichter blinken demutbang im Grund:
   Da steht der Dom verachtend ber allen.

   Und berall erwachen alte Geister,
   Werkleute, noch nach Feierabendstund',
   Gerufen von dem unsichtbaren Meister:
   Und zuckend wachsen in das Licht Fialen.
   Und jeder Pfeiler strebt und wird zum Pfeil.
   Wimperge treiben ihren spitzen Keil
   Hinauf! Hinauf! Und jeder Stein steht steil
   Dem Gotte zu und seinen letzten Strahlen.
   Das Mawerk blht empor in tausend Zweigen,
   Und tausend Sulen steigen
   Ins Licht, das auf des Turmes Stirne steht.

   Der aber merkt es, da ihn Gott verlassen,
   Schon fhlt er sich erblinden und erblassen
   Und von dem kalten Hauch der Nacht durchweht.
   Und seiner Glocken Stimme wird zum Schrei.
   Die Menschen drunten whnen noch, es sei
   Gebet.
   Er aber brllt hinaus mit irrem Munde.
   Der Himmel schliet, gestirnt und sthlern blau.
   Da wei er es, dies ist die schwere Stunde,
   Und welk und grau
   Erloschen hngt in zhe Nacht der Bau.




REGNERISCHER HERBSTTAG


   Er ist so unfroh heute aufzuragen
   Und steil zu sein.
   Er mchte heute wie die Huser unten
   Durchwrmt von bunten
   Heimlichen Lichtern sein,
   Und schwach und klein.

   So aber mu er, aufgetrmter Stein,
   Sich in das mde Grau des Herbstes wagen,
   Und ganz allein
   Und ohne Trost die tote Stunde tragen.

   Das Wasser rinnt und tropft von Stein zu Stein . . .
   Und von dem steilen Grat der Dcher schieen
   Rinnsale in der Wasserspeier Rachen.
   Doch seine Trme kann er nicht verschlieen,
   Der Regen steht in tiefen, stumpfen Lachen . . .

   Nun wird es Abend. Und kein Sonnenschein,
   Nur Nebel, die sich an den Pfeilern spieen . . .




DER TURM


   Sie haben oft bei ihrem Werk gerastet,
   Als sie sich Stock um Stock hinaufgetastet,
   Und schon hat ihnen vor der Tat gegraut,
   Als sie behutsam Stein auf Stein gelastet.

   Sie sahen schwindelnd die Gerste steigen,
   Entwachsend schon der Stadt und Lrm und Laut
   Emporgeblht ins unermene Schweigen
   Und ganz vom neuen Tage berblaut.

   Da ahnten sie, da Gott in ihnen baut.

   Am letzten Tag, sie schwiegen mit dem Hmmern,
   Da faten sie es erst, was sie vollbracht.
   Sie sahen Stadt und Land im Dunst verdmmern
   Und ber ihnen wuchs die Sternennacht;
   Sie fhlten nher Gottes Atem wehen
   Und waren schon durchwhlt von seinem Sturm.

   Und ihnen war's, sie mten schweigend gehen
   Und sich die tausend Stufen abwrts drehen.

   Sie blickten scheu empor und sah'n ihn stehen
   Wie eine Himmelsleiter hoch: Den Turm.




ROMANISCHE PFORTE


   Die Schwelle ist von tausend Fen abgeschliffen,
   Von tausend Hnden sind die Pfeiler abgegriffen,
   Demtiger Schacht durch harten Mauerstein.

   Als htten Beter durch ihr harrend Pochen
   In tausend Jahren erst den Weg erbrochen
   Zu ihres Gottes heiligem Schrein.




DER STEINERNE HEILIGE SPRICHT:


   Ich stehe hier, gezwungen in den Stein,
   Und kann nur meine starren Hnde falten.
   Ich mchte wieder sein Verknder sein.

   Die Menschen strmen in die Kirche ein
   Und glauben, durch ihr Beten und ihr Singen
   Den Wirkenden in ihrem Kreis zu halten.

   Doch, wer ihn halten will, mu mit ihm ringen.

   Sie aber sitzen stumpf gedrngt und warten,
   Und haben Aug' und Ohr vor ihm verstopft,
   Bis er mit erznen Fusten ihre harten
   Gelassnen Schalen voller Zorn zerklopft
   Und seine Gnade leuchtend sie durchtropft.

   Noch aber sind sie nichts als toter Stein
   Und knnen nur die steilen Hnde falten.

   Drft ich noch einmal sein Verknder sein!




DAS LICHT


   Wir haben ein Licht in die Mitte gestellt,
   Da uns das Dunkel nicht berfllt.
   Wir fassen die Nacht, doch sie fat uns nicht,
   Wir sind verbndet in diesem Licht,
   Das uns schwebend ber den Tiefen hlt,
   Dies einsame, singende Kerzenlicht:
   Um uns ist Welt.

   Wir Armen, wir stehn in der Mitte nicht,
   Wir Kreisenden, die kein Leuchter hlt.
   Wir sehen uns tief in das Angesicht,
   Und in jedem Gesicht ist ein Glanz von Licht,
   Der in die Herzen der anderen fllt.
   Und wenn wir uns wenden hinaus in die Welt,
   So wissen wir, hinter uns leuchtet das Licht,
   Und fhlen uns in die Mitte gestellt.
   Und wir sind Ruhe und sind Gewicht
   Und halten, von unserem Lichte erhellt,
   In Hnden die Welt.




DER BAU


   Wir bauen schon an diesem Haus
   Seit tausend, abertausend Tagen,
   Und seh'n es wachsen hoch hinaus
   Und steigend in die Sterne ragen.
   Verloren ging des Meisters Wort,
   Und keiner ahnt: Wann wird es enden;
   Wir aber bauen immerfort
   Mit mdem Sinn und regen Hnden.
   Wir haben keine Zeit, zu ruh'n,
   Als ob wir es vollenden mten,
   Wir uns're harte Arbeit tun
   Und sterben hoch in den Gersten.
   Kaum, da von Sehnsucht jh geschwcht,
   Wir innehalten mit dem Fronen:
   Wann kommt das selige Geschlecht,
   Bereit zu ruhen und zu wohnen?




NACHTWACHE


   Wir haben viel ergrndet
   Und haben viel erdacht,
   Wir haben uns verbndet
   Und unser Leid verkndet --
   Und haben nichts vollbracht.
   Wir standen auf der Wacht.
   Das Licht war angezndet,
   Wir glaubten uns entfacht
   Und lschten aus. Gerndet
   Wuchs neu um uns die Nacht.

   Wohl ahnen wir die Nhe
   Und brechen dennoch nicht,
   Da Gott uns leuchten she
   Durch seine Nacht, die zhe,
   Mit unserm kleinen Licht.
   Wenn manchmal einer spricht,
   Entflammt durch eine jhe
   Erleuchtung das Gesicht:
   Ist's uns als ob's geschhe
   Und um uns wrde Licht.

   Dann sitzen wir mit bleichen
   Lippen und atmen schwer.
   Und dies ist wie ein Zeichen,
   Da wir die Hand uns reichen
   Und sind nicht Fremde mehr.
   Sind wie ein groes Heer
   Und wissen um die Gleichen,
   Und strmen wie ein Meer
   Dem alle Ufer weichen
   In Gottes Wiederkehr!




DER ANFANG


   Brder, da wir die ersten sind,
   Lat uns beginnen!
   Um unsere Stirnen weht ein neuer Wind
   Und neues Feuer brennt in unseren Sinnen.

   Wir brauchen nicht mehr unsere Hnde falten.
   Wir drfen schon die gefllten Schalen halten.
   Fhlt den vieltausend Jahre alten
   Dunst vor unserem Schreiten zerrinnen,
   Seht, was wir nicht mehr sind!
   Wir, die wir gestern noch als ein Kind
   Der Alten, der Kalten, Erloschenen galten.

   Wir haben tausend Himmel zerspalten,
   Wir stehn vor dem Throne der hchsten Gewalten:
   Wir sind gekommen, wir sind!

   Eh' sich die Himmel zusammenfalten,
   Eh' unser Geist verbrennt, eh' unsere Herzen erkalten,
   Beginnt! Beginnt!




VERBRDERUNG


   Bruder, gehst Du auch den Pfad,
   Da er steil uns aufwrts trage
   Aus dem Rauschen dieser gleichen Tage,
   Bis wir Gott genaht?
   Um mich drhnt die tiefe Stille.
   Wir zersprengten in der Dunkelheit:
   Hrst Du mich, wenn meine Seele schreit?
   Wie ein Weg ist mir Dein Wille,
   Wie ein Stab sei Dir, o Bruder, meine Tat,
   Bis wir Gott genaht.

   Warum, Bruder, mu ich oft nicht weinen,
   Wenn Du letzte Qual der Seele weinst?
   Weit Du auch, ob wir dasselbe meinen,
   Wenn Du Sehnsucht oder Gnade meinst?
   Bruder, sind wir noch so weit?

   Zwischen uns ist Welt und Taggeschehen.
   Sieh mich an. Und gib mir Deine Hand.
   La mich nah an Deiner Seite stehen:
   Ja, wir sind.
   Immer, Bruder, hab ich dich gekannt.
   Hergewandert sind wir durch die sausende
   Heiligalte Stille der Jahrtausende.
   Tage wehen wie ein Wind.
   Ich sehe steil Dein Antlitz aufgewandt:
   Sonne strzt sich jauchzend ins Gestein,
   Menschen strmen jubelglnzend ein,
   Greifen, Bruder, nach meiner und nach Deiner Hand.
   Gott hat seine brausende Stimme nach uns ausgesandt.




STIMMEN DER MENSCHEN




GESANG DER JNGLINGE


   Wir tragen die Speere    In Hnden die Jugend,
   Wir gehn durch die Tage,    Die unser noch nicht sind,
   Mit fremdem Blick.    Die wissenden Augen
   Sehen ein Licht, Das fernher leuchtet.

   Wir ahnen die Stunde,    Die kommen mu,
   Deren Gewalt uns    Zusammenwirft
   In eine groe    Verbrderung.
   Wir fhlen nahe    Gttlichen Sturmwind.

   Wir wissen den Weg    Und wollen nicht klagen,
   Da wir allein gehn,    Von Welt zerklftet,
   Von tausendfachen    Begierden umstellt.

   Noch sind uns Frauen    Last nur und Untergang.
   Nicht drfen wir greifen    Nach Schwesterhnden,
   Ehe wir nicht    Unsere Brder gefunden.

   Da wir nicht Frauen,    Die wartend am Wege stehn,
   Unsere Jugend    In den Scho hinwerfen,
   Trumend davongehn,    Schwer von Erinnerung
   Und arm wie Bettler    An heiliger Kraft.

   Aber schon brennen    Hher die Flammen,
   Unsere Speere    Leuchten im Frhrot,
   Und wir durchbrechen    Machtvoll die Himmel.

   Schwestern, Geliebte!    Wir kommen als Sieger,
   Euch zu befreien    Und lchelnd zu mnden
   In Euere Gte    Und Eure Wollust,
   Um zu erfllen    Unser Geschlecht!




GESANG DER FRAUEN


   Wir mchten als Kmpfer    Neben Euch schreiten
   Unendliche Wege.    Wir mchten aufsteilen
   Zu Euerer Freiheit,    Zu Euerer Kraft:
   Doch wir entwurzeln    Ohne die Demut.

   Wir sehen Euch leiden    Um uns auch, Brder
   Und wissen es dennoch,    Entwachsen dem Schoe
   Darf Euer Weg nicht,    Eh er vollendet,
   Zurck sich biegen    In unseren Scho.

   Allzuoft fllt uns    Die heie Lust an,
   Da wir Euch zgen von    Eueren Taten
   In unsere Liebe.    Ihr aber schreitet
   Weiter und lat uns    Zerbrochen zurck --.

   Wir wollen die Flle    Reif in uns sammeln
   Im tiefen Wissen:    Ihr werdet kommen,
   Wenn unsere Zeit ist.    Dann sind wir Erfllung,
   Eins mit Euch geworden    Im neuen Geschlecht.





End of the Project Gutenberg EBook of Die Dinge, die unendlich uns umkreisen, by 
Eugen Roth

*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE DINGE, DIE UNENDLICH UNS ***

***** This file should be named 46890-8.txt or 46890-8.zip *****
This and all associated files of various formats will be found in:
        http://www.gutenberg.org/4/6/8/9/46890/

Produced by Jens Sadowski
Updated editions will replace the previous one--the old editions will
be renamed.

Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright
law means that no one owns a United States copyright in these works,
so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United
States without permission and without paying copyright
royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part
of this license, apply to copying and distributing Project
Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm
concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark,
and may not be used if you charge for the eBooks, unless you receive
specific permission. If you do not charge anything for copies of this
eBook, complying with the rules is very easy. You may use this eBook
for nearly any purpose such as creation of derivative works, reports,
performances and research. They may be modified and printed and given
away--you may do practically ANYTHING in the United States with eBooks
not protected by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the
trademark license, especially commercial redistribution.

START: FULL LICENSE

THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK

To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free
distribution of electronic works, by using or distributing this work
(or any other work associated in any way with the phrase "Project
Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full
Project Gutenberg-tm License available with this file or online at
www.gutenberg.org/license.

Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project
Gutenberg-tm electronic works

1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm
electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
and accept all the terms of this license and intellectual property
(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all
the terms of this agreement, you must cease using and return or
destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your
possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a
Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound
by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the
person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph
1.E.8.

1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be
used on or associated in any way with an electronic work by people who
agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few
things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
even without complying with the full terms of this agreement. See
paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this
agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm
electronic works. See paragraph 1.E below.

1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the
Foundation" or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection
of Project Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual
works in the collection are in the public domain in the United
States. If an individual work is unprotected by copyright law in the
United States and you are located in the United States, we do not
claim a right to prevent you from copying, distributing, performing,
displaying or creating derivative works based on the work as long as
all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope
that you will support the Project Gutenberg-tm mission of promoting
free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg-tm
works in compliance with the terms of this agreement for keeping the
Project Gutenberg-tm name associated with the work. You can easily
comply with the terms of this agreement by keeping this work in the
same format with its attached full Project Gutenberg-tm License when
you share it without charge with others.

1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern
what you can do with this work. Copyright laws in most countries are
in a constant state of change. If you are outside the United States,
check the laws of your country in addition to the terms of this
agreement before downloading, copying, displaying, performing,
distributing or creating derivative works based on this work or any
other Project Gutenberg-tm work. The Foundation makes no
representations concerning the copyright status of any work in any
country outside the United States.

1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:

1.E.1. The following sentence, with active links to, or other
immediate access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear
prominently whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work
on which the phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the
phrase "Project Gutenberg" is associated) is accessed, displayed,
performed, viewed, copied or distributed:

  This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and
  most other parts of the world at no cost and with almost no
  restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it
  under the terms of the Project Gutenberg License included with this
  eBook or online at www.gutenberg.org. If you are not located in the
  United States, you'll have to check the laws of the country where you
  are located before using this ebook.

1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is
derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not
contain a notice indicating that it is posted with permission of the
copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in
the United States without paying any fees or charges. If you are
redistributing or providing access to a work with the phrase "Project
Gutenberg" associated with or appearing on the work, you must comply
either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or
obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg-tm
trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9.

1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
with the permission of the copyright holder, your use and distribution
must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any
additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms
will be linked to the Project Gutenberg-tm License for all works
posted with the permission of the copyright holder found at the
beginning of this work.

1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm
License terms from this work, or any files containing a part of this
work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.

1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
electronic work, or any part of this electronic work, without
prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
active links or immediate access to the full terms of the Project
Gutenberg-tm License.

1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary,
compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including
any word processing or hypertext form. However, if you provide access
to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format
other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official
version posted on the official Project Gutenberg-tm web site
(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense
to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means
of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain
Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the
full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1.

1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works
unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.

1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing
access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works
provided that

* You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
  the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
  you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed
  to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he has
  agreed to donate royalties under this paragraph to the Project
  Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid
  within 60 days following each date on which you prepare (or are
  legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty
  payments should be clearly marked as such and sent to the Project
  Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in
  Section 4, "Information about donations to the Project Gutenberg
  Literary Archive Foundation."

* You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
  you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
  does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
  License. You must require such a user to return or destroy all
  copies of the works possessed in a physical medium and discontinue
  all use of and all access to other copies of Project Gutenberg-tm
  works.

* You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of
  any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
  electronic work is discovered and reported to you within 90 days of
  receipt of the work.

* You comply with all other terms of this agreement for free
  distribution of Project Gutenberg-tm works.

1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project
Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than
are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing
from both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and The
Project Gutenberg Trademark LLC, the owner of the Project Gutenberg-tm
trademark. Contact the Foundation as set forth in Section 3 below.

1.F.

1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
works not protected by U.S. copyright law in creating the Project
Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm
electronic works, and the medium on which they may be stored, may
contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate
or corrupt data, transcription errors, a copyright or other
intellectual property infringement, a defective or damaged disk or
other medium, a computer virus, or computer codes that damage or
cannot be read by your equipment.

1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right
of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project
Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project
Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all
liability to you for damages, costs and expenses, including legal
fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
DAMAGE.

1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
written explanation to the person you received the work from. If you
received the work on a physical medium, you must return the medium
with your written explanation. The person or entity that provided you
with the defective work may elect to provide a replacement copy in
lieu of a refund. If you received the work electronically, the person
or entity providing it to you may choose to give you a second
opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If
the second copy is also defective, you may demand a refund in writing
without further opportunities to fix the problem.

1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth
in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO
OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT
LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.

1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied
warranties or the exclusion or limitation of certain types of
damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement
violates the law of the state applicable to this agreement, the
agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or
limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or
unenforceability of any provision of this agreement shall not void the
remaining provisions.

1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in
accordance with this agreement, and any volunteers associated with the
production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm
electronic works, harmless from all liability, costs and expenses,
including legal fees, that arise directly or indirectly from any of
the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this
or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or
additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any
Defect you cause.

Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm

Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
electronic works in formats readable by the widest variety of
computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It
exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations
from people in all walks of life.

Volunteers and financial support to provide volunteers with the
assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
and permanent future for Project Gutenberg-tm and future
generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary
Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see
Sections 3 and 4 and the Foundation information page at
www.gutenberg.org Section 3. Information about the Project Gutenberg
Literary Archive Foundation

The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification
number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary
Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by
U.S. federal laws and your state's laws.

The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the
mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its
volunteers and employees are scattered throughout numerous
locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt
Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to
date contact information can be found at the Foundation's web site and
official page at www.gutenberg.org/contact

For additional contact information:

    Dr. Gregory B. Newby
    Chief Executive and Director
    gbnewby@pglaf.org

Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
Literary Archive Foundation

Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
spread public support and donations to carry out its mission of
increasing the number of public domain and licensed works that can be
freely distributed in machine readable form accessible by the widest
array of equipment including outdated equipment. Many small donations
($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
status with the IRS.

The Foundation is committed to complying with the laws regulating
charities and charitable donations in all 50 states of the United
States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
with these requirements. We do not solicit donations in locations
where we have not received written confirmation of compliance. To SEND
DONATIONS or determine the status of compliance for any particular
state visit www.gutenberg.org/donate

While we cannot and do not solicit contributions from states where we
have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
against accepting unsolicited donations from donors in such states who
approach us with offers to donate.

International donations are gratefully accepted, but we cannot make
any statements concerning tax treatment of donations received from
outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.

Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
ways including checks, online payments and credit card donations. To
donate, please visit: www.gutenberg.org/donate

Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works.

Professor Michael S. Hart was the originator of the Project
Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be
freely shared with anyone. For forty years, he produced and
distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of
volunteer support.

Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in
the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not
necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper
edition.

Most people start at our Web site which has the main PG search
facility: www.gutenberg.org

This Web site includes information about Project Gutenberg-tm,
including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.

